Pusteblume

Bananen und Kürbis

Bio-Bananen

Bananengeschichte
Der Ursprung der krautigen Bananenpflanze liegt im indo-malayischen Raum. Kultiviert wurde die Banane in Südostasien schon vor Jahrtausenden. Von dort gelangte sie im 1. Jahrtausend n. Chr. mit den Arabern nach Afrika. In Mittel- und Südamerika, wo heute die meisten Bananen für den Welthandel produziert werden, wurde die Banane erst im 16. Jahrhundert eingeführt.
Nach der Abschaffung der Sklaverei und im Zeitalter der Technisierung, die schnelle Transporte und Frachtkühlung erlaubte, wurden Bananen zum bedeutendsten Agrarprodukt der neuen zumeist unabhängigen Staaten Süd- und Mittelamerikas.

Das Wort Banane kommt aus dem Arabischen. „Banan“ heißt dort Finger. Ihren wissenschaftlichen Namen „musa sapientum“ erhielt sie von dem schwedischen Botaniker Carl v. Linné, der sich im 18. Jahrhundert daran machte, die Pflanzenwelt zu klassifizieren. Übersetzt bedeutet dieser lateinische Begriff „die Frucht des weisen Mannes“. So nannten die Soldaten Alexanders des Großen die Banane, als sie auf dem Indienfeldzug kluge Lehrer beim Bananenessen beobachteten.

Botanik und Anbau von Bio-Bananen
Bananenstauden werden je nach Sorte 2,5 bis 4 m hoch, die Mehlbananen sogar 6 m. Dabei verholzen sie nicht und bilden statt dessen einen Scheinstamm aus. Er besteht aus den steifen Blattscheiden der riesigen Blätter. Die Scheinäste sind eigentlich Blattstiele. Bananenstauden sind schnelllebig und vermehren sich vegetativ über seitlich aus der Mutterpflanze wachsende Schösslinge. Einmal in ihrem Leben tragen die Stauden Früchte und sterben danach ab. Die Schösslinge oder englisch "suckers" stellen den Fortbestand der Plantagen sicher. Durch die Selbstverjüngung können Plantagen etwa 10 bis 20 Jahre genutzt werden.

Nähr- und Gesundheitswert von Bio-Bananen
Bananen und Kochbananen haben in bestimmten Ländern der Tropen eine überragende Bedeutung und sind oft die einzige oder wichtigste Nährstoffquelle der ländlichen Bevölkerung. Sie werden gekocht, frittiert oder zu Mehl verarbeitet und ersetzen Brot, Reis, Getreide und Kartoffeln. Unter solchen Bedingungen ist ihre Armut an Protein und bestimmten Mineralstoffen wie Kalzium, Jod und Zink aber auch Vitamin E relevant. Bei hauptsächlicher Ernährung mit Bananen kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

In den Industrieländern dagegen werden Bananen als genussvolles, frisches Obst gegessen. Sie sind leicht bekömmlich und verdauungsregulierend. Wegen ihres Mineralstoffgehalts, ihrer Vitamine und ihrer Fruchtzucker sind sie Energiespender und gesund auch für Kleinkinder und Senioren.
Bio-Bananen stellen eine reiche Quelle vor allem für Kalium dar. Sie enthalten relativ viel Magnesium, Vitamin B6, Folsäure und Vitamin C sowie den Botenstoff für gute Laune, das Serotonin.

Die besondere Qualität von Bio-Bananen
Biologisch erzeugte Bananen unterscheiden sich deutlich von den herkömmlichen blassen, druckempfindlichen, wässrigen Hochzüchtungen, die auf ausgelaugten Böden mit viel Düngung sehr schnell gewachsen sind und mit sehr vielen Agrochemikalien behandelt wurden. Biobananen haben festeres, gelberes Fruchtfleisch, sind länger haltbar und haben einfach mehr Aroma.

Während riesige Plantagen mit Monokulturen anfällig sind für Krankheiten und massiven Schädlingsbefall, sind Bio-Plantagen überschaubar und werden meist von einzelnen Kleinbauern oder Kollektiven bewirtschaftet. Eine gut durchdachte Mischkultur hält den Boden gesund und sichert die Erträge. Die Früchte können voll ausreifen und werden erst dann behutsam geerntet. Frisch gewaschen und sorgfältig verpackt, landen sie bald darauf im Regal Ihres Naturkostladens.

Faire Preise für gute Arbeit - auch dafür steht Bio. Für Bananen Bio-Bauern bedeutet das eine sichere Existenz, für uns sicheren Genuss.

Möglichst naturbelassen sollen Bio-Lebensmittel sein, so schreibt es die EG-Öko-Verordnung vor. Auf allen Produktionsstufen der Bio-Verarbeitung sind die radioaktive Bestrahlung der Zutaten sowie der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen verboten. Auch wenn Bio-Bananen nicht hierzulande angebaut werden - ihr Anbau muss nach ökologischen Richtlinien erfolgen. Der Einsatz von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ist verboten. Stattdessen werden die Pflanzen mit organischem Dünger versorgt Unkraut und Schädlinge werden von Hand bekämpft!

Bio-Hokkaido Kürbis

Geschichte des Kürbis
Die Heimat unserer Kürbisse (ursprünglicher Name: »Kir-Biz«) ist das tropische Mittel- und Südamerika. Aufgrund archäologischer Funde ist davon auszugehen, dass der Kürbis zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen Amerikas gehört. Bereits vor etwa 8000 Jahren wurden von den Ureinwohnern Perus und Mexikos Kürbisse kultiviert. Die spanischen Konquistatore des 16. Jahrhunderts fanden vollkommen züchterisch bearbeitete und fertige Kulturpflanzen vor. Zusammen mit Mais und Bohnen war der Kürbis eine wichtige Nahrungspflanze.

Durch Auslese und Züchtung in vielen Ländern hat sich bis heute eine Sortenvielfalt von über 800 namentlich bekannten Sorten entwickelt mit ihren vielen Farben- und Formenvariationen.

Der Hokkaidokürbis  ist eine von der japanischen Insel Hokkaido stammende kleine Varietät des Riesenkürbis.
Den bis dahin in Japan unbekannten Kürbis brachten 1878 US-amerikanische Agrarberater nach Hokkaido. Dort wurde aus der harten und geschmacksarmen Sorte Hubbard des Riesenkürbis der Kuri aji (auf deutsch„Kastaniengeschmack“) gezüchtet. Seit den 1990er Jahren wird er auch in Europa angebaut und ist regelmäßig im Handel erhältlich.

Sorte und Geschmack:
Hokkaido ist der beliebteste Kürbis in der Naturkostküche.
Die Früchte der Kürbisgewächse sind auch als Panzerfrüchte und als hervorragende Wasserspeicher bekannt. Das leuchtend orange Kürbisfleisch hat einen leicht süßlich-nussigen Geschmack.

Gesundheit:
Der Hokkaido enthält Beta-Karotin, Vitamin A, Magnesium, Calcium, Kalium und Eisen und ist mit 23 kcal/100g Fruchtfleisch sehr kalorienarm.
Kürbisse sind u.a. wichtig in der Diätkost. Der Kürbis eignet sich gut zum Entwässern (Wasseransammlungen) des Körpers, hilft bei Säureüberschuss, hilft gegen Verstopfung und schafft Erleichterung bei Hämorrhoiden.

Lagerung:
Nicht im Kühlschrank lagern, Kürbisse brauchen mindestens 10 Grad Lagertemperatur.

Verwendung in der Küche
Hokkaidokürbisse müssen nicht geschält werden, die Schale wird beim Kochen weich.
Diese Kürbissorte passt sich vielen Geschmacksrichtungen an, harmoniert aber besonders gut mit Ingwer und Chili und kann vielseitig für Suppen, Aufläufe oder als Gemüse verwendet werden. Der Hokkaidokürbis kann auch roh gegessen oder in Salaten verwendet werden.

Rezept:

Dinkel-Spaghetti mit Hokkaido
Zubereitung: ca. 30 Min. für 4 Personen

Zutaten:
500 g  Bio Dinkel-Spaghetti
300 g Bio Hokkaido-Kürbis
1 großer roter Paprika
20 g Sesam
30 g Butter
1 EL mildes Currypulver
50 ml Gemüsebrühe
100 ml Obers
1 TL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
eventuell etwas Honig

Zubereitung:
Den gewaschenen Kürbis in Viertel schneiden (nicht schälen), entkernen und in Streifen hobeln. Paprika vierteln, entkernen und fein würfeln. Sesam ohne Fett in einer Pfanne rösten und herausnehmen. Butter in der Pfanne zerlassen, Curry und Paprika darin kurz andünsten. Mit Brühe und Obers aufkochen, die Kürbisstreifen dazu geben und 3 Minuten kochen. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und eventuell Honig würzen. Spaghetti nach Anleitung kochen, abgießen, mit der Soße vermischen und den Sesam unterheben.