Pusteblume

Endivie und Hokkaido Kürbis

Bio-Hokkaido Kürbis

Geschichte des Kürbis
Die Heimat unserer Kürbisse (ursprünglicher Name: »Kir-Biz«) ist das tropische Mittel- und Südamerika. Aufgrund archäologischer Funde ist davon auszugehen, dass der Kürbis zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen Amerikas gehört. Bereits vor etwa 8000 Jahren wurden von den Ureinwohnern Perus und Mexikos Kürbisse kultiviert. Die spanischen Konquistatore des 16. Jahrhunderts fanden vollkommen züchterisch bearbeitete und fertige Kulturpflanzen vor. Zusammen mit Mais und Bohnen war der Kürbis eine wichtige Nahrungspflanze.

Durch Auslese und Züchtung in vielen Ländern hat sich bis heute eine Sortenvielfalt von über 800 namentlich bekannten Sorten entwickelt mit ihren vielen Farben- und Formenvariationen.

Der Hokkaidokürbis  ist eine von der japanischen Insel Hokkaido stammende kleine Varietät des Riesenkürbis.
Den bis dahin in Japan unbekannten Kürbis brachten 1878 US-amerikanische Agrarberater nach Hokkaido. Dort wurde aus der harten und geschmacksarmen Sorte Hubbard des Riesenkürbis der Kuri aji (auf deutsch„Kastaniengeschmack“) gezüchtet. Seit den 1990er Jahren wird er auch in Europa angebaut und ist regelmäßig im Handel erhältlich.

Sorte und Geschmack:
Hokkaido ist der beliebteste Kürbis in der Naturkostküche.
Die Früchte der Kürbisgewächse sind auch als Panzerfrüchte und als hervorragende Wasserspeicher bekannt. Das leuchtend orange Kürbisfleisch hat einen leicht süßlich-nussigen Geschmack.

Gesundheit:
Der Hokkaido enthält Beta-Karotin, Vitamin A, Magnesium, Calcium, Kalium und Eisen und ist mit 23 kcal/100g Fruchtfleisch sehr kalorienarm.
Kürbisse sind u.a. wichtig in der Diätkost. Der Kürbis eignet sich gut zum Entwässern (Wasseransammlungen) des Körpers, hilft bei Säureüberschuss, hilft gegen Verstopfung und schafft Erleichterung bei Hämorrhoiden.

Lagerung:
Nicht im Kühlschrank lagern, Kürbisse brauchen mindestens 10 Grad Lagertemperatur.

Verwendung in der Küche
Hokkaidokürbisse müssen nicht geschält werden, die Schale wird beim Kochen weich.
Diese Kürbissorte passt sich vielen Geschmacksrichtungen an, harmoniert aber besonders gut mit Ingwer und Chili und kann vielseitig für Suppen, Aufläufe oder als Gemüse verwendet werden. Der Hokkaidokürbis kann auch roh gegessen oder in Salaten verwendet werden.

Rezept:

Dinkel-Spaghetti mit Hokkaido
Zubereitung: ca. 30 Min. für 4 Personen

Zutaten:
500 g  Bio Dinkel-Spaghetti
300 g Bio Hokkaido-Kürbis
1 großer roter Paprika
20 g Sesam
30 g Butter
1 EL mildes Currypulver
50 ml Gemüsebrühe
100 ml Obers
1 TL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
eventuell etwas Honig

Zubereitung:
Den gewaschenen Kürbis in Viertel schneiden (nicht schälen), entkernen und in Streifen hobeln. Paprika vierteln, entkernen und fein würfeln. Sesam ohne Fett in einer Pfanne rösten und herausnehmen. Butter in der Pfanne zerlassen, Curry und Paprika darin kurz andünsten. Mit Brühe und Obers aufkochen, die Kürbisstreifen dazu geben und 3 Minuten kochen. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und eventuell Honig würzen. Spaghetti nach Anleitung kochen, abgießen, mit der Soße vermischen und den Sesam unterheben.