Pusteblume

Kiwis und Rote Rüben

Bio-Kiwis aus Neuseeland

Ursprung in China, heute weltweit
Kiwis sind Beerenfrüchte einer mit meterlangen Ranken an Gerüsten gezogenen Schlingpflanze, die in der Heimat 10 m hohe Bäume erklettern kann. Die Früchte hängen an langen Stielen dicht gedrängt an den Trieben – in manchen Jahren bis zu 70 kg pro Pflanze.

Die Gattung “Actinidia” umfasst mehr als 50 Arten, die von Sibirien bis Indonesien verbreitet sind. Die meisten stammen jedoch aus den warmgemäßigten feuchten Bergwäldern Südwest-Chinas. Die Bezeichnung “chinesische Stachelbeere” gilt streng genommen nur noch für “A. chinensis”, deren Früchte in China zu Tausenden von Tonnen aus Wildvorkommen gesammelt werden und als Unterscheidungsmerkmal gegenüber der borstig behaarten Kiwi eine glatte, nur flaumartig behaarte Schale aufweisen.

1904 gelangten Kiwisamen erstmals nach Neuseeland. Aus Ihnen wurden später die heute bekannten Sorten entwickelt. Aber erst in den 30er Jahren wurden dort erste Plantagen angelegt und ein lohnender Export gelang Mitte der 60er Jahre. Benannt wurde die Kiwi-Frucht nach dem flugunfähigen Kiwi-Vogel, Neuseelands Wappentier. Die Sorte “Hayward” ist die beliebteste und leistungsfähigste Sorte, deshalb auch die bedeutendste Sorte für den Import.

Kiwi - Die reinste Mineralien- und Vitamin-Bombe
Von den Inhaltstoffen der kalorienarmen Frucht sind besonders die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Eisen, Fruchtsäuren, Pektin, B-Vitamine und vor allem Vitamin C sehr reichhaltig enthalten. Eine große Bio Kiwi kann den Tagesbedarf an Vitamin C decken.

Kiwis sind gut haltbar – im Kühlschrank lassen sich hartreife Früchte einige Wochen aufbewahren. Wer Kiwis jedoch schnell zur Genussreife bringen will, bewahre sie im Zimmer neben reifen Äpfeln oder Bananen auf, die reife förderndes Ethylen ausscheiden. Reif und verwendungsfähig sind die Früchte, wenn sie auf leichten Fingerdruck nachgeben.

Tip: In Verbindung mit Milchprodukten schmecken Kiwis leicht bitter. Der Grund dafür ist das in Kiwis enthaltene eiweiß-spaltende Enzym Actinidin. Es bewirkt in Verbindung mit Proteinen die Bitterkeit und verhindert auch das Festwerden von Gelatine. Einfache Abhilfe: Die geschälten Kiwis mit heißem Wasser übergießen und anschließend kurz ziehen lassen. Das Actinidin verliert dadurch seine Wirkung. Kiwischeiben lassen sich durch diese Wirkung aber auch als Fleischzartmacher einsetzen.

Bio-Rote Rüben

Rote Rüben sind Vielen nur in Form von Salat bekannt. Dabei lassen sich aus Roten Rüben viele Gerichte – von kräftig bis fein und von pikant bis süß – zubereiten.
Und auch für die schnelle Küche sind die Knollen bestens geeignet.

Gesundheit
Bio Rote Rüben sind reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Ballaststoffen. Sie enthalten neben Zucker und Eiweiß auch Vitamine der B-Gruppe, Folsäure und Vitamin C sowie verschiedene organische Säuren.
Rote Rüben wirken stärkend und appetitanregend, fördern die Gallensekretion, beugen Erkältungen und Grippe vor, der hohe Eisengehalt unterstützt die Blutbildung. An weiteren sekundären Pflanzenstoffen enthalten Rote Rüben Saponine, die den Ruf haben cholesterinsenkend, entzündungshemmend und krebsvorbeugend zu wirken. Das enthaltene Betanin, ein roter Farbstoff, wirkt zellschützend und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte. Biologisch gezogene Rote Rüben enthalten besonders hohe Gehalte an diesen wertvollen sekundären Nährstoffen. Rote Rüben enthalten leider auch Nitrate. Bio-Rüben enthalten aufgrund der bedarfsgerechten, organischen Düngung vergleichsweise wenig Nitrat. Ein klarer Vorteil.

Lagerung & Konservierung
Bio Rote Rüben sind im Gemüsefach des Kühlschrankes zirka eine Woche haltbar. Sind die Rüben bereits gekocht, sollten sie nur einen Tag gelagert werden.

Verwendung in der Küche
Rote Rüben müssen in kaltem Wasser gut gebürstet werden. Sollen die Knollen gegart werden, auf keinen Fall die Wurzeln kappen, sonst bluten sie beim Garen aus. Die Rüben zum Kochen in reichlich Wasser zustellen und ca. eine Stunde kochen. Garen im Schnellkochtopf verkürzt die Kochzeit um ein Drittel. Anschließend die Rüben mit kaltem Wasser abschrecken, so lassen sie sich leicht schälen. Oder die Rüben im Rohr unter Flüssigkeitszugabe backen – das dauert je nach Knollengröße rd. zwei Stunden.
Sollen die Rüben roh weiter verarbeitet werden, mit einem Sparschäler dünn schälen und je nach Rezept raffeln, in Scheiben oder würfelig schneiden.
Roh essen …
Geraspelt als Salat oder Rohkost mit Zitronensaft und/oder Rahm, in Kombination mit Äpfeln, Karotten oder Zitrusfrüchten, Nüssen und Zwiebeln.
… oder gegart genießen
Klassisch ist der Salat aus gekochten Roten Rüben (mit Essig, Salz und Kümmel abgemacht) oder gewürfelt im Heringsschmaus. Lecker schmecken Rote Rüben auch in Suppen, Eintöpfen und Aufläufen, als warme Gemüsebeilage oder wie Erdäpfel in Folie gebacken. Als Würze eignen sich Kren, Kümmel, Senf, frischer Ingwer, Koriander, Zitronensaft und frische Kräuter.

Vorsicht vor der Purpurfarbe
Achtung, Rote Rüben färben einfach alles! - Arbeiten mit Gummihandschuhen vermeidet Flecken auf den Händen. Die Farbe zieht auch ins Holzschneidbrett ein - Rote Rüben daher auf einem Teller schneiden und alle benutzten Geräte und Küchenutensilien sofort nach Gebrauch abwaschen.

Rezept:

Bio Rote-Rüben- Schafkäse-Salat mit warmer Krenmarinade

Zutaten
für 8 Personen

  • 3 Bio Rote Rüben vorgekocht
  • 250 g Bio Schafkäse
  • 7 EL frisch geriebener Kren
  • 6 EL Kapern
  • 6 EL Olivenöl
  • 6 EL Apfelessig
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Becher Kresse
  • 400 g Rucola mit 3 EL Olivenöl und Apfelessig mariniert
  • 1/2 l Schlagobers
  • 2 EL Dijonsenf

Rüben-Schafkäse-Salat:

1. Die Roten Rüben und den Schafkäse mittelgrob reiben, mit 4 EL vom Kren, den Kapern, Olivenöl und Essig mischen.
2. Pro Person Masse in eine Mokkatasse oder kleine Form pressen und auf das marinierte Rucolabett stürzen.

Krenmarinade:

1. Schlagobers mit 3 EL vom Kren und Senf aufkochen, 5 min auf kleiner Hitze weiter köcheln lassen, bis alles ein bisschen einreduziert ist. Auskühlen lassen und noch lauwarm über die Salatportionen gießen. Zum Schluss mit frischer Kresse garnieren.